China macht mir das Leben schwer
16. Dezember 2009 14:51, geschrieben von vicky2009, Kategorien [ Organisation ][ (0) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Hey Leute,
ich wollte euch noch sagen, dass es wohl bis zu meiner Rückkehr (lang ists ja nimmer - der Countdown läuft!) keine Blogeinträge mehr geben wird. Die staatliche Firewall in China macht mir das Leben schwer und ich komme nicht immer auf meinen Blog. Ich habe zwar eine Art Hotspot Shield, womit ich die Firewall umgehen kann, aber das verlangsamt alles so sehr, dass ich Stunden bräuchte.
Deshalb gibts hier mal eine kurze Zusammenfassung, wo ich mich die letzten zwei Monate so rumgetrieben hab. Manchem sagen die Orte vielleicht hin und wieder was... oder auch nicht. Wer neugierig ist darf googlen oder einfach warten, bis ich wieder da bin.
JAPAN
25.10 - 28.10 Tokyo
28.10 - 29.10 Kawaguchiko/Mt Fuji
29.10 - 02.11 Kyoto
02.11 - 02.11 Nara (Tagesausflug)
02.11 - 05.11 Hiroshima
04.11 - 04.11 Miyajima (Tagesausflug)
05.11 - 06.11 Fukuoka/Hakata
06.11 - 08.11 Nagasaki
09.11 - 11.11 Takayama
11.11 - 12.11 Matsumoto
12.11 - 12.11 Nagano (Halbtagesausflug)
13.11 - 15.11 Sapporo
13.11 - 13.11 Otaru (Tagesausflug)
14.11 - 14.11 Totayo
15.11 - 16.11 Hakodate
16.11 - 17.11 Nikko
17.11 - 22.11 Tokyo
CHINA
22.11 - 27.11 Beijing
28.11 - 30.11 Pingyao
01.11 - 04.12 Xian
04.12 - 05.12 Luoyang (Longmen Caves)
06.12 - 12.12 Shanghai
12.12 - 13.12 Hangzhou
13.12 - 14.12 Suzhou
14.12 - 16.12 Nanjing
17.12 - 20.12 Beijing
Der Rest meines Blogs folgt irgendwann nach meiner Rückkehr. Hab mir fest vorgenommen, meine Lücken noch zu vervollständigen, damit ich doch eine kleine (vollständige) Erinnerung an meinen Trip habe. Knapp 80 GB an Fotos helfen mir dabei, mich an diverse Details und Geschichten zu erinnern. Muss es nur noch "zu Papier" bringen.
Ich möcht mich an dieser Stelle noch kurz bei den paar fleißigen Schreiberlingen (und Lesern) bedanken, die mich hin und wieder über "zu Hause" auf dem Laufenden gehalten haben. Hab jede einzelne Email genossen. 
Freu mich schon wahnsinnig auf zu Hause! China ist definitiv das Land, was am meisten an den Nerven zerrt. Die Leute sind unfreundlich, spucken durch die Gegend, starren einen an als sei man ein Tier im Zoo, fotografieren einen ständig (gefragt und ungefragt) und es ist doch alles ziemlich dreckig hier. Kinder haben u. a. Hosen mit einem Schlitz am Allerwertesten, damit wenn sie mal Klein oder Groß müssen, sie keine Toilette aufsuchen müssen sondern sich wo auch immer sie gerade sind hinhocken können. Das kann auch in der Fussgängerzone oder im Zug sein. Wenn man Glück hat, räumt die Mutter wenigstens hinterher auf. Das soll aber nicht heißen, dass ich nicht meinen Spaß hatte. Insbesondere durch meine englischen Mitreisenden gabs jede Menge zu lachen. Aber da auch die bald den Heimweg antreten fällt der Abschied nicht besonders schwer. Und England ist nicht gerade aus der Welt.
So, dann bleibt mir nur zu sagen: Bis bald!
Und an alle, die ich vor Weihnachten und Neujahr nicht mehr sehe:
Ich wünsche euch frohe Weihnachten und 'nen guten Rutsch ins neue Jahr!!
Family-Reunion in Bangkok
25. Oktober 2009 01:35, geschrieben von vicky2009, Kategorien [ Thailand ][ (0) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Wie die Zeit vergeht. Nach einer erstaunlich bequemen Nacht im Nachtzug sind wir wieder in Thailands Hauptstadt angekommen und nähern uns dem Ende unserer gemeinsamen Reisezeit. Sehr schade! War schön zusammen mit Tanja Thailand unsicher zu machen. Nichtsdestotrotz hatte ich einen guten Grund, mich trotzdem auf Bangkok zu freuen: Hab meine Eltern für drei Tage getroffen! Juhu! Aber der Reihe nach:
Als wir am frühen Morgen am BKK Bahnhof ausstiegen und uns auf die Suche nach einem Taxi machten, weigerte sich jeder Fahrer das Taximeter einzuschalten und verlangte einen überteuerten Festpreis. Nene, nicht mit uns. Nur weil wir Touristen sind, lassen wir uns nicht übers Ohr hauen. Haben nach etwas Suche einen TukTuk-Fahrer gefunden, der uns für einen angemessenen Preis zur Phra Athit Straße fuhr. Geht doch! *g* Wir hatten uns eine Unterkunft nähe des Hotels (Navalai River Resort) meiner Eltern ausgesucht, die einen Tag später in BKK eintrudeln würden, da sie uns ein Zimmer dort gebucht hatten. Würden also nach einer Nacht dort einziehen und ein bisschen Luxus genießen, bevor wir ab- bzw. weiterreisen. Wie schön!!! Nochmal ein dickes Danke für die Einladung @ Mum + Dad. Es war purer Zufall, dass unser TukTuk-Fahrer uns bei der richtigen Seitenstraße rausgelassen hatte und wir nur wenige Meter bis zu unserer Budgetunterkunft laufen mussten. Schnell eingecheckt und dann nichts wie frühstücken (und nebenher Postkarten schreiben). Gestärkt schmiedeten wir Pläne für den Tag: Shopping in Chinatown und der berühmten Khao San-Road. Tanja und ich hatten noch ein paar Dinge auf unserer Besorgungsliste und hofften sie abzuhaken, bevor wir meine Eltern am nächsten Tag trafen. So 100%ig ist uns das aber nicht gelungen. Wir fuhren mit dem Bus nach Chinatown, jedoch boten die Märkte die wir dort durchstöberten überwiegend Taschenrechner, Pistolen, Werkzeuge, Pornos, MP3-Geräte und natürlich Essen an. Nicht gerade das, was wir gesucht hatten. Mit Ach und Krach fand ich eine Tasche für mein Notebook und einen Adapter, aber das wars auch schon. Um Tanjas Klamottenwunsch zu erfüllen, erkundigten wir uns nach einem Kleidermarkt, liefen den ganzen Weg – teilweise im ströhmenden, schwülwarmen Regen – zum empfohlenen Bo-Be-Market, um leider festzustellen, dass diese Art von Klamotten (Hawaii-Hemden und Oma-Kleidchen) uns nicht weiterbringen würde. Sind also den ganzen Weg um sonst gelaufen. *grummel* Gut, dass der Bus von dort direkt zu unserem Hostel fuhr. Tanja überredete mich danach noch mit zur Khao San Road zu kommen, vielleicht würden wir ja dort fündig werden. Und siehe da, dort sah die Auswahl schon viel besser aus. Diese Khao San Road ist wirklich was für sich. Von gefälschten Ausweisen, Bahncards, Studenten-IDs, DVDs, CDs, Klamotten und jeglichen anderen Kram... alles wird dort schonungslos angepriesen. Die Polizei interessiert das alles reichlich wenig, solang das Geld schön fließt. Deswegen sollte man sich bei Problemen jeglicher Art immer an die Touristenpolizei wenden, die thailändische Polizei deines Vertrauens. *g* Dafür, dass wir erst am Morgen angekommen waren, hatten wir den Tag ziemlich gut genutzt, kaum Ermüdungserscheinungen gezeigt und uns die Füße wund gelaufen. Das musste belohnt werden. Erst ein leckeres Abendessen in einem kleinen Stand am Straßenrand und dann eine Wellness-Behandlung. Tanja hatte sich erneut für eine Ölmassage entschieden, während ich eine Facial-Behandlung ausprobieren wollte. Die war wesentlich entspannter als meine Thai-Massage, wenn auch sehr ungewohnt. Mein Gesicht wurde mit mehreren Cremes und Peelings bearbeitet, mit Dampf besprüht, mit einem Mini-Staubsauger abgesaugt und anschließend mit Gurkenscheiben belegt. Das muss vielleicht ausgesehen haben. :) Aber für 4 Euro wars es wert. In Deutschland könnt ich mir den Spaß nicht so leicht leisten. Ein kurzer, abendlicher Streifzug über die Khao San Road war das Einzige, wozu wir danach noch fähig waren. Zeit fürs Bett.
Donnerstags Früh hieß es dann Sachen packen und ab zum Luxus um die Ecke. Konnten bereits morgens um 10:30h einchecken, haben das Zimmer, Bad und den Pool bestaunt und anschließend meine Eltern im Foyer getroffen. Hab mich so gefreut, die beiden wiederzusehen. Bin und bleib halt ein Familienmensch. Fands aber erstaunlich, wie schnell ich mich wieder daran gewöhnt hatte, sie um mich zu haben. War so, als wär ich nie weg gewesen. Nach einem gemeinsamen Frühstück/Mittagessen haben sich die beiden aber erstmal ins Land der Träume verabschiedet; Jetleg auskurieren. Tanja und ich wollten derweil zur Khao San Road um die Sachen zu kaufen, die wir uns einen Tag zuvor bereits angeschaut hatten. Ich weiss, ich weiss, wir sind oft in der Khao San Road unterwegs, aber lasst euch sagen, es war nicht das letzte Mal. *g* Leider erwischte uns auf dem Weg dorthin ein Platzregen und es sah nicht so aus, als ob der sich in Kürze wieder legen würde. Hab Tanja kurzerhand überredet, trotz Regen zurück zum Hotel zu rennen. Dort konnten wir wenigstens etwas Sinnvolles tun, anstatt bei irgendeinem Stand Unterschlupf zu suchen und auf Besserung zu hoffen. Wir kamen pitschnass im Hotel an und ernteten einige verdutzte Blicke anderer Gäste. *lach* Aber wie zu erwarten hörte der Regen nicht so bald auf, so dass ich immerhin genug Zeit hatte, meinen Rucksack umzupacken. Sommerklamotten, Souvenirs und alles andere für Japan und China Unbrauchbare, würde ich Tanja und meinen Eltern mitgeben. So kann mein Backpack ganz ohne Postversand ein paar Kilo abspecken, wie praktisch. :) Am späten Nachmittag hatte der Regen sich endlich verzogen und wir konnten doch noch einen Abstecher in die Khao San Road wagen, bevor wir mit meinen Eltern zu Abend aßen. Ich konnte Reis mit Gemüse, Hühnchen oder Shrimps beim besten Willen nicht mehr sehen, so dass ich mal ganz Thailand-untypisch eine Pizza bestellt hatte. Man war die lecker! So gut und lecker das thailändische Essen auch ist, nach einer Zeit fehlt einem doch die Abwechslung. Was würd ich jetzt für eine schmackhafte Portion Käsespätzle tun. *träum* Abends gings zusammen mit meinen Eltern – na könnt ihrs erraten – nochmal zur Khao San Road. Tanja und mein Dad hatten sich dort sogar etwas Ungeziefer genehmigt. Würmer und je eine Heuschrecke... bäääh. Meine Mum und ich hatten nur ein paar Würmer-Bissen genommen und sie wieder ausgespuckt. Wirklich eklig! Wie man sowas naschen kann werde ich nie verstehen?! Um den widerlichen Geschmack loszuwerden, spülten wir einem Eimer Mai Tai hinterher. Danach sahen die Welt und unsere Geschmacksnerven gleich ganz anders aus. Einem geruhsamen Schlaf stand somit nichts mehr im Wege. 
Der nächste Tag begann verhältnismäßig früh. Meine Eltern, Tanja und ich wollten zusammen eine kleine Sightseeingtour im Stadtzentrum unternehmen. Nach einem leckeren Frühstücks-Buffet gings per River Express zum ältesten und größten Tempel in Bangkok, dem Wat Pho. Tempel sind zwar sehr interessant, aber ich bekomm doch langsam eine Überdosis. Der Wat Pho hatte jedoch eine Besonderheit, den größten liegenden Buddha Thailands. Er ist 46m lang und 15m hoch, sprich riesig. Das war dann doch beeindruckend. Zweiter Programmpunkt unserer self-guided Tour war der Grand Palace. Mit all den prunkvollen Gebäuden, farbenprächtigen Verzierungen und der faszinierenden Detailarbeit wirklich sehenswert. Als wir das Palastgelände gegen 15h erschöpft verliesen, beschlossen wir einstimmig, unsere Tour dort zu beenden. Das schwülwarme Wetter war einfach zu viel des Guten und der Hotel-Pool schrie nur so nach uns. So eine Möglichkeit muss man schließlich ausnützen. Gegenüber des Palastes stießen wir auf einen „Au bon pain“ und meine Augen leuchteten vor Freude. Die Kette kannte ich und das hieß: Creme-Cheese Bagels. Dank meiner „bitte kein thailändisches Essen mehr“ Phase, lief mir beim Gedanken an einen Creme-Cheese Bagel förmlich das Wasser im Mund zusammen. Ein Snackstop musste her. *g* Glücklicherweise war jeder damit einverstanden und ich konnte kurze Zeit später genüsslich in meinen geliebten Bagel beißen. *hmmm* Auf dem Rückweg zum Hotel kamen wir noch an diversen Märkten und Ständen vorbei... man bekommt hier einfach jeden Schnickschnack. Bei manchen Sachen wundert man sich, dass das überhaupt einen Abnehmer findet. Aber scheinbar machen sie damit ein gutes Geschäft?! Zurück im Hotel tauchten wir alle erstmal im Pool auf dem Hoteldach ab. Die Erfrischung war dringend nötig. Das schwülwarme Wetter ist etwas, an das ich mich nie 100%ig gewöhnen könnte. Nicht, wenn ich nicht genügend Wasser zum Abkühlen um mich hätte. Nachdem wir unsere Körpertemperatur wieder reguliert und unsere müden Knochen sich erholt hatten, brachen wir zum Abendessen auf. Diesmal wieder Thai und zur Nachspeise meinen letzten thailändischen Banana-Schoko-Pancake. Soooo lecker! Die Dinger kann man einfach nur lieben! Alles in allem war es also ein rund um gelungener Tag mit schmackhaftem Abschluss. Nur einen kleinen Wermutstropfen gibt es: Meine geliebte Kamera hat ein Eigenleben entwickelt und lässt mich leider keine fokussierten Bilder mehr machen. Sehr ärgerlich, aber sie hatte ja auch strapaziöse Monate hinter sich: Sand, Regen, Schnee und knapp 75 GB an Fotos. Ich hoffe es handelt sich bei dem Problem nur um vorübergehende Ermüdungserscheinungen und es lässt sich irgendwie wieder beheben. *Daumen drückt* Bis dahin wird sie erstmal mit meinen Eltern zurück nach Deutschland reisen (vielleicht deckt die Garantie dieses Problem ab) und ich hab für die restlichen zwei Monate die Kamera meines Dads ausgeliehen. Dankeschön nochmal Papa!
Heut war leider der letzter Tag mit meinen Eltern und Tanja. Schade, hätte die drei gerne noch länger um mich gehabt. Aber ist ja zum Glück nicht mehr lange, bis ich alle in Deutschland wiedersehe! *freu* Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück verabschiedeten sich meine Eltern Vormittags zum Sightseeing, so dass Tanja und ich in Ruhe packen konnten. Als wir fertig waren, haben wir unsere Backpacks ins Zimmer meiner Eltern verfrachtet und sind nochmal auf die Khao San Road gegangen. Seht ihr, ich sagte doch wir haben dort einige Zeit verbracht. ;) Tanja und ich liebäugelten die ganze Zeit mit zwei bis drei Wandbildern und konnte uns einfach nicht entscheiden. Ich glaub wir hätten jeden anderen in den Wahnsinn getrieben, aber der gute Standbesitzer war ganz gelassen und hat sich nie beschwert, dass wir ständig Unordnung in seinen Stand gebracht hatten. Sehr ungewöhnlich für thailändische Verhältnisse. Normalerweise räumen sie immer gleich nach dir auf. Sie warten noch nicht einmal, bis man den Stand verlassen hat. Ziemlich unhöflich, findet ihr nicht?! Gegen Mittag waren meine Eltern wieder am Hotel und ich musste kurz zurück sprinten um ihnen ihren Zimmerschlüssel zu geben. Die Bilderentscheidung musste also noch ein letztes Mal vertagt werden. Mein Dad hatte sich gleich in den Pool verabschiedet, während meine Mum Tanja und mich zurück zur Khao San Road begleitete. Nach vielem Hin und Her hab ich endlich drei schöne Wandbilder erstanden. *jippie* Wurde auch wirklich Zeit... meine Entscheidungsfreude lässt bei solchen Sachen manchmal zu wünschen übrig. Mit dem gelungenen Kauf hatten aber auch wir genug von dem Trubel und der Hitze, so dass wir den Rest des Nachmittags am Pool entspannten. Ein letztes Abendessen beim Restaurant um die Ecke und dann mussten Tanja und ich auch schon mit dem Taxi zum Flughafen fahren. Abschied nehmen ist mir noch nie leicht gefallen, erst recht nicht von meinen Eltern. *schniefz* Aber es sind ja nur noch zwei Monate, bis ich wieder im guten alten Deutschland lande. So langsam aber sicher freu ich mich auch schon richtig auf zu Hause.
Am Flughafen erwartete Tanja und mich noch eine kleine Überraschung: Eine riesige Sippschaft, locker ein paar hundert Leute, wartete auf ihren gecharterten Flug und blockierten einen Großteil der Abflugshalle mit ihren unzähligen Gepäckstücken und sich selbst. So was hab ich noch nie gesehen. Sah aus, als ob ein komplettes Dorf mal kurz auf Reisen ging. Glücklicherweise aber nicht mit Japan Airlines, bei meinem Schalter war kein Mensch. *g* Der junge Mann am JAL-Schalter fand mich zunächst nicht im System und wollte immer ein Ticket von mir sehen. War etwas verdutzt, hatte nämlich keins. Ist doch ein sogenanntes E-Ticket?! War aber nicht weiter tragisch, das Problem war nach 10 Minuten gelöst und ich durfte mich auf den Weg zum Sicherheitscheck begeben. Hab erst gedacht, der lässt mich nicht mehr mitfliegen. *g* Vor der Sicherheitskontrolle musste ich mich leider auch von Tanja verabschieden. Sie verbringt noch eine Nacht in einem Hotel in Flughafennähe, da ihr Flug erst morgen Früh geht. Tja, und nun sitz ich im Flieger nach Tokio, meinem vorletzten Weltreise-Stop. Ob mich Hello Kitty persönlich begrüsst?! 
Same, same but different!
20. Oktober 2009 21:29, geschrieben von vicky2009, Kategorien [ Thailand ][ (0) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Wir haben endlich den Norden Thailands erreicht. Der Nachtbus war nicht gerade das Gelbe vom Ei, aber nach einem Mitternachts-Lunchstop konnten wir wenigstens noch ein paar Std. schlafen, bevor wir kurz vor 5:00h in irgendeiner Straße in Bangkok abgesetzt wurden. Eigentlich hält sogut wie jeder Bus in Bangkok am Busbahnhof, aber wie wir in BKK feststellen durften, zählte unsere Gesellschaft nicht dazu. Eine Straße im Stadtzentrum war unsere Endstadtion. Was solls, wir mussten sowieso zum Flughafen und kamen dank der Uhrzeit und fehlender Flexibilität (der Flieger wartet nun mal nicht auf uns), nicht um ein Taxi drumrum. Eine Schar von Taxi- und TukTuk-Fahrern warben lautstark um alle „ausgesetzten Passagiere“. Nach kurzem Handeln liesen wir uns von einem netten Taxifahrer zum Flughafen chauffieren und reihten uns gleich in die Check-In-Warteschlange ein. Da wir nicht sofort aufrückten als die Schlange einen Schritt nach vorne rückte, drängelte sich eine Frau vor uns. Tanja und ich schauten uns etwas verdutzt an, kümmerten uns aber nicht weiter darum. Lagen ja gut in der Zeit und es war die Mühe nicht wert. Als sie aber 20 Pässe (!!!) auf den Tisch legte, war ich doch etwas irritiert. Sie checkte mit ihrer gesamten Sippschaft ein und hatte dann auch noch den Nerv, sich umzudrehen, lächelnd mit den Schultern zu zucken und zu sagen „20 people“. Hab gedacht ich seh nicht recht! Wie dreist ist das denn!!! War kurz davor, mit ihr eine Diskussion anzufangen, aber das war mir dann doch zu blöd. Sind einen Schalter weitergegangen und haben dort eingecheckt. Zum Glück ist mir die Gute samt Sippschaft nicht noch im Flugzeug begegnet... das wär definitiv zu viel gewesen. *grummel* Vom Chiang Mai Flughafen fuhren wir per Airport-Taxi zum Julie Guesthouse, wo wir nach etwas Hin und Her (war zunächst ausgebucht) ein Zimmer für zwei ergattern konnten. Danach ging es für mich erstmal direkt zur chinesischen Botschaft, Visum beantragen. Das war erstaunlich problemlos, musste nur einen Aufschlag für schnellere Bearbeitung bezahlen, da ich leider nur 3 anstatt 4 Werkstage zur Verfügung hatte, bevor wir nach Bangkok aufbrechen mussten (ein Wochenende fiel auf unseren Chiang Mai Aufenthalt). Nachdem mein Visum also unter Dach und Fach war, war unsere Trekking-Tour an der Reihe. Wir peilten eine Dreitagestour im Busch an, haben uns einige Touren unterschiedlicher Anbieter angehört und uns letztendlich für die von unserem Hostel entschieden. Waren nämlich alle ziemlich ähnlich: Elefantenreiten, White-Waterrafting, Bambus-Rafting, Trekken und Besuch eines traditionellen Dorfes. Das konnte lustig werden! Den Rest des Tages haben wir diverse Tempel angeschaut, sind durch die Stadt geschlendert und haben den Abend auf dem riesigen Nachtmarkt verbracht. Von Seidenschals über Raubkopien (DVDs, CDs) und gefälschte Markenware bis hin zu Lampen und Buddha-Figuren. Dort gabs wirklich jeden Schnickschnack. Tanja und ich waren uns schnell einig, dass wir auch unseren letzten Abend (nach der Tour) wieder dort verbringen würden; Mitbringsel und Co. kaufen. Zunächst einmal hieß es aber nichts wie packen und ab ins Bett. Wollten unsere Tour ja nicht verschlafen in Angriff nehmen. Ach, eins hab ich noch vergessen: Hatten an dem Tag noch unsere erste TukTuk-Fahrt. Sind schon abenteuerliche, schnucklige Dinger diese TukTuks. 
Am nächsten Morgen wars dann soweit, wir wurden von unseren Tour-Guides Matt und Sun abgeholt, ins Auto verfrachtet und fuhren zusammen mit den anderen Teilnehmern ca. eine Stunde zu einem kleinen Markt. Unsere Truppe war bunt gemischt: drei Österreicher, drei Französinnen, zwei Engländer, ein Amerikaner, ein Holländer und wir zwei Deutschen. Am ersten Tag begleitete uns noch ein Mädl die in Thailand Englisch unterrichtet, aber sie wechselte nach der ersten Nacht zur Zweitagestour-Gruppe (hatte sie von von vornherein gebucht). Während unsere Guides am Markt letzte Besorgungen für unser Mittagessen erledigten, hatten wir Gelegenheit an Sonnecreme, Mückenspray, Wasser und Naschzeug aufzustocken. Ja, ihr habt richtig gelesen, Sonnencreme. Wettertechnisch hatten wir hier im Norden ja eigentlich mit einer Abkühlung gerechnet, aber daraus wurde nichts. Es war immernoch sehr schwülwarm und wir hatten überwiegend strahlenden Sonnenschein. Aber darüber kann man sich ja nicht beschweren. Ist allemal besser als drei Tage im strömenden Regen zu trekken. :) Im Anschluss an unseren Markt-Stop wurden wir kurz bei der Touristenpolizei registriert/belehrt und sind dann endlich in Richtung Shan Village aufgebrochen, wo uns bereits ein leckeres, wenn auch einfaches Mittagessen erwartete: Reis mit Gemüse und Hühnchen.
Dumbo und Benjamin Blümchen warteten geduldig auf uns. Als auch der Letzte seine Gabel zur Seite gelegt hatte, starteten wir unsere Mission „graue Dickhäuter“. Elefantenreiten war angesagt und lasst euch sagen, es hatte was, auch wenn sich mein Drang nach einer Wiederholung in Grenzen hält. ;) Nachdem wir auf den Rücken unseres süßen Elefanten geklettert waren, ging es einen Hügel hinunter zum Flussufer, etwas durch den Wald und dann den Berg wieder hinauf zurück zum Camp. War wesentlich wackliger und unbequemer als ich gedacht hatte. Wir saßen ja nur auf so einer Bank-Konstruktion, ohne jegliche Sicherung... und da einer aus unserer Truppe auch noch erzählt hatte, dass er schon mal vom Elefanten geplumpst ist, hielt ich mich zu Beginn erst recht krampfhaft fest. Nach einer Zeit gewöhnte ich mich allerdings an das Geschauckel, so dass ich ab und zu eine Hand frei hatte um meine Kamera zu zücken. *g* Das änderte sich aber ganz schnell wieder als unser Elefant beschlossen hatte, sich mal kurz hinzuknien (ohne Vorwarnung). Da wären Tanja und ich doch fast vom Elefanten gerutscht. Aber eben nur fast. *g* Die Stunde auf den Dickhäutern ging erstaunlich schnell rum und ich hab es doch irgendwie genossen (auch wenn man mir das vielleicht nicht immer angesehen hatte). Zu meinen Top-5 Fortbewegungsmitteln zählt der große, graue Riese allerdings nicht. 
Nach dieser etwas ungewöhnlichen Art der Fortbewegung mussten unsere Füße ran. Wir hatten einen knapp dreistündigen Fußmarsch zum Lahu Village vor uns. Es ging fast nur bergauf und fing zwischendurch auch noch kurz an zu regnen, so dass der Weg sich zur richtigen Matsch-Rutschbahn entwickelte. Meine Schuhe und Beine sahen aus als hätte ich im Matsch gebadet. Lustig wars trotzdem und der leichte Regen war bei der Anstrengung sogar recht erfrischend. Das Schönste an der Trekkingtour war aber definitiv die Aussicht. Rundum erstrahlten unzählige Berge in einem satten Grün! Hier und da gab es auch einen kleinen Fluss den wir überqueren mussten. Und außer uns kein Mensch weit und breit. Schön sag ich euch! Noch schöner wärs aber ohne Rucksack gewesen. *g* Um das Essen mussten wir uns zwar nicht kümmern (und auch nicht tragen), aber für Getränke war jeder selbst verantwortlich. Glücklicherweise mussten wir aber nicht die Wasserration für die kompletten 3 Tage mitnehmen. In regelmäßigen Abständen waren kleine „7-Elevens“ (für jeden der mit dem Begriff nichts anfangen kann: das ist eigentlich der Name einer Mini-Markt-Kette), sprich Getränke/Snack-Stände aufgebaut. Mitten im Nirgendwo. Häufig war es auch nur eine Kühlbox am Wegrand. Sah irgendwie lustig aus, aber war wirklich super praktisch. Nur der Kerl der die Dosen, Flaschen und sonstiges Naschzeug täglich dort hintragen muss tat mir wirklich leid.
Endlich im Dorf angekommen freuten Tanja und ich uns wie Schneekönige über die vorhandene Dusche. Wir hatten uns schon auf drei Tage Improvisieren eingestellt, aber siehe da, es erwartete uns eine richtige Dusche. Zwar kalt, aber das ist in Thailand nichts Ungewöhnliches. *jippie* Nichts wie drunter, den ganzen Matsch abwaschen und in saubere (oder wenigstens trockene) Klamotten geschlüpft. Zurück im Gemeinschaftsraum brodelte schon ein gemütliches, warmes Lagerfeuer und kurze Zeit später wurde unser Abendessen serviert. Man hatten wir einen Kohldampf! Es gab Reis (was auch sonst), Green-Curry und irgendein Kürbis-Gemisch. War erstaunlich lecker, nur beim Curry kamen mir – mal wieder – die Tränen. Was scharfes Essen angeht bin ich halt ne Memme. *g* Im Anschluss ans Abendessen erzählte unser Guide uns mehr zu der Lebensweise und den Besonderheiten des Lahu-Stamms. Viele der Stammesmitglieder haben keinen Ausweis oder eine Geburtsurkunde, sie durften bis vor Kurzem noch nicht mal offiziell die Stadt besuchen, Kinder laufen Kilometer-lang zur Schule und Bräuche wie Heiraten im seeehr jungen Alter sind auch heute noch ein Thema. Kaum vorstellbar, dass es sowas heutzutage noch gibt. Dabei ist Chiang Mai gar nicht so weit entfernt, man konnte die Lichter der Stadt nachts sogar deutlich erkennen. Hmmm, naja, sie wirkten alle ziemlich glücklich. Abschließend gab es noch eine traditionelle, thailändische Gesangseinlage mit Gitarrenbegleitung und Self-Made-Schlagzeug (aus Flaschen und Dosen). Ihr glaubt es vielleicht nicht, aber es hat sich richtig gut angehört. War ein gelungener Abschluss, bevor wir uns in unseren Gemeinschaftsschlafraum aufs Ohr legten.
Am nächsten Morgen erwartete uns strahlender Sonnenschein und ein leckeres Frühstück. Das und das relativ harte „Bett“ waren Grund genug zeitig aufzustehen und das Dorf noch etwas zu erkunden, bevor es weiterging. Für unseren zweiten Tourtag stand eine Menge Trekken auf dem Programm. Erstmal knapp 1,5 bis 2 Stunden zu einem schönen Wasserfall. Der Weg führte zig Mal über einen Fluss, aber erstaunlicherweise schafften wir es alle ziemlich trocken über die provisorischen Übergänge. Der Wasserfall sorgte nach dem anstrengenden Marsch Berg auf und Berg ab für die nötige Abkühlung. Um genau zu sein, es war arschkalt, aber trotzdem erfrischend. *g* Als wir vom Baden zurück kamen, wartete schon unser Mittagessen (Nudelsuppe) auf uns. *jummie* Gestärkt, erfrischt und erholt nahmen wir die nächsten 2 Stunden Wanderung in Angriff. Auch diesmal waren einige wacklige Flussüberquerungen dabei, wovon eine Tanja zum Verhängnis wurde. Der Baumstamm, der als Brücke diente, kippte weg und sie flog rücklinks ins Wasser. Glücklicherweise hatte sie sich nicht verletzt, sie war nur ziemlich durchnässt. Tja, wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen. Auf dem weiteren Weg kamen wir an noch einem – etwas größeren – Wasserfall vorbei, in den die Jungs gleich mit Freude hinein hüpften. Tanja, mir und den meisten anderen Mädls wars zu blöd, sich wieder komplett umzuziehen, so dass wir dem Treiben lieber vom Ufer aus zuschauten. Von dort aus war es nur noch eine halbe Stunde bis zu unserem Nachtlager. Das war dann doch etwas simpler als das Erste. Es bestand eigentlich nur aus vier Häuschen: unsere Gäste-Schlafhütte, Küche + Wohnraum für die dort wohnende Familie, Toilettenhäuschen und eine kleine Hütte für unseren Guide. Die Dusche kann nicht wirklich als Haus gezählt werden, da sie lediglich aus vier Bambuswänden (ohne Dach) bestand. Outdoor-Duschen mit Eimer (!) waren angesagt. Egal, hat trotzdem gut getan. Nachdem wir uns etwas am Lagerfeuer aufgewärmt hatten gabs Abendessen. Das war zwar nicht so gut wie das Erste, aber wir wurden alle satt. Den restlichen Abend versüßten wir uns durch diverse Trinkspielchen, Elefantenlieder und ein paar Bierchen. *g* Vor allem unser thailändische Guide erstaunte durch seine aufgeschlossene/lockere Art... ok, er war ziemlich angeheitert, aber trotzdem. :) Den Abend und die ganze Nacht hindurch schüttete es in Strömen und der nahe liegende Bach wuchs zu einem rauschenden Fluss heran. Ganz schön beeindruckend, wie schnell sich sowas doch ändern kann. Uns blieb nur zu hoffen, dass der Wasserpegel bis zum nächsten Morgen wieder Normalzustand angenommen hatte, da wir den Fluss auf unserem Rückweg noch zwei bis drei Mal überqueren mussten.
Wie von der netten Dorfbewohnerin prophezeit hatte der Fluss am nächsten Morgen wieder Normalzustand angenommen und wir konnten problemlos den Rückweg antreten. Dank des strahlenden Sonnenscheins am Morgen konnten wir sogar unsere noch durchnässten Sachen etwas trocken, bevor es weiterging. Nur Tanjas Schuhe schafften es in der Kürze nicht, vollständig auszutrocknen. Was musste sie sie auch komplett ins Wasser tauchen?! *g* Nach dem Frühstück machten wir uns auf den einstündigen Weg zum Rafting Camp; White Water Rafting war angesagt. Allerdings war der Name etwas irreführend, denn durch den starken Regen die Nacht zuvor, war der Fluss eher eine braune, ziemlich widerliche Brühe. Was solls, nichts wie rein. Mit Helm, Schwimmweste und Rafting-Guide saßen wir kurze Zeit später im Raft und kämpften uns die relativ harmlosen Stromschnellen hinunter. Lustig wars auf alle Fälle, man durfte sich nur das Wasser nicht so genau anschauen. Erst recht nicht, als wir nach ca. einer Stunde zum Bamboo Rafting umsattelten, denn das Ding ging regelrecht unter. Weshalb sie die ganzen Leute auf zwei Rafts gequetscht hatte hab ich nicht wirklich verstanden, aber mit 6 Leuten pro Floss und davon waren einige Jungs besonders kräftig, da konnten wir nur untergehen. ;) Immerhin sorgte es für gehörige Lacher und die Dusche war danach umso schöner – auch wenn sie kalt war. Abschließend gab es noch ein letztes gemeinsames Mittagessen (PatTai), bevor wir zurück nach Chiang Mai fuhren. Muss sagen, diese Trekkingtour war wirklich lustig, wenn auch anstrengend. 
Noch am Abend unserer Rückkehr gaben wir all unsere Klamotten in die Wäsche... ich ganze 4 Kilo! War dringend nötig. *g* Hab die gute Dame gefragt, ob sie es bis 14h am darauf folgenden Tag schafft, da wir ja den Nachtzug erwischen mussten. Sie meinte nur, sie kanns nicht garantieren, da sie die Wäsche via Luft trocknet. Mussten schmunzeln, waren aber optimistisch genug es zu versuchen. Konnte ja nur schief gehen und wenn, dann schleppen wir halt nasse Klamotten nach Bangkok und waschen dort nochmal. Danach ging es – wie schon vor der Tour geplant – erneut zum Nachtmarkt, shoppen war angesagt. Wurden hier und da auch fündig. War aber wahnsinnig anstrengend, da man sich die Verkäufer regelrecht vom Leib halten musste und sie einen ständig anquatschen, hinterher schreien etc. Den restlichen Abend verbrachten wir mit unserer Trekkinggruppe in der Hostelbar. Haben aber nicht mehr allzu lang durchgehalten, waren fix und fertig.
Am Tag unserer Weiterreise musste ich leider viel zu früh aufstehen, um meinen Reisepass bei der chinesischen Botschaft abzuholen. Aber was tut man nicht alles, um ein bescheuertes Visum zu bekommen. Hatte alles gut geklappt und innerhalb kürzester Zeit hielt ich meinen Ausweis samt Visum-Aufkleber in den Händen. Nun war das auch endlich erledigt und ich konnte im Dezember getrost nach China einreisen. Zurück im Hostel beschlossen Tanja und ich uns auf die Suche nach einer Hot-Stone-Massage zu machen. Wir hatten sie an unserem ersten Tag in Chiang Mai gesichtet und wollten die Gelegenheit nützen, sie so günstig auszuprobieren. Dumm nur, wenn man sich nicht merkt, wo genau sie war. Nach längerem Suchen hatten wir erfolglos aufgegeben. War allerdings nicht so tragisch, denn es war mal wieder so wahnsinnig schwülwarm, dass man sich beim besten Willen nicht vorstellen konnte, sich in heißen Steinen zu wälzen. *g* Auf dem Weg zurück zum Hostel hatten wir bei der Wäscherei Halt gemacht und siehe da, die Wäsche war dank des hervorragenden Wetters trocken und wir konnten sie mitnehmen und in unsere Rucksäcke verstauen. Sehr gut, hatte nämlich kaum noch was zum anziehen. ;) Das Abenteuer „thailändischer Nachtzug“ rückte immer näher und nach einem leckeren Mittagessen packten wir unsere sieben Sachen und fuhren per TukTuk zum Bahnhof. Unser Zug wartete bereits am Bahnsteig und setzte sich kurze Zeit später auch schon in Bewegung. Byebye schwülwarmes Chiang Mai... Hello noch viel schwülwärmeres Bangkok. 
Tja, und nun liege ich hier auf meinem mit strahlend weißen Laken bespanntem Bett und bin wirklich erstaunt wie bequem und sauber so eine thailändische Schlafzug-Fahrt doch ist. Tanja hat sich im Bettchen unter mir schon ins Land der Träume verabschiedet, und ich glaube, ich werde ihr dort jetzt Gesellschaft leisten. Gute Nacht..
Letzte Urlaubsinsel 2009
15. Oktober 2009 16:40, geschrieben von vicky2009, Kategorien [ Thailand ][ (0) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Ich weiss, ich weiss. Bei der Überschrift habt ihr wohl nicht wirklich Mitleid mit mir, aber es ist wahr. Ich nähere mich tatsächlich dem Ende meiner Reise. Thailand ist mein letzter Stop in warmen Gefilden und somit ist Ko Tao die letzte tropische Insel, die ich 2009 besuchen werde. Seeehr schade, aber immerhin ist es ein genialer Abschluss. Die zweieinhalb Tage hier waren herrlich. Wir hatten traumhaftes Wetter, Sonne pur!
Auf Ko Tao angekommen wurden wir – wie üblich – sofort von lauter Taxifahrern förmlich angeschrien, wohin wir denn wollten. Die machen das wirklich überall in Thailand. Sogar wenn du nur an der Straße entlang läufst hupt dich jedes Taxi an (egal in welche Richtung es überhaupt unterwegs ist). Glauben die denn nicht, wenn wir ein Taxi bräuchten, würden wir uns schon irgendwie rühren? Naja, diesmal haben wir ja tatsächlich eines gebraucht... wir peilten das „In-Touch“ am Hauptstrand Hat Sai Ri an. Wegen der Off-Season ist der sowieso nicht sehr überlaufen und wir sind so immerhin nicht total von der Außenwelt abgeschnitten. Nach etwas Hin und Her haben wir ein Zimmer für 400 Baht, sprich 4 Euro pro Person pro Nacht bekommen. War ganz ordentlich und vor allem recht groß, nur das Bad war „outdoor“ bzw. hatte kein Dach und wie wir später feststellen durften auch kein Licht. *g* Aber hey, wir konnten beim Duschen den Sternenhimmel betrachten, das hatte auch was.
Ko Tao gefiel mir auf Anhieb. Die schnucklige kleine Strandpromenade, der feine Sandstrand und natürlich nicht zu vergessen das türkis-blaue Wasser. Einfach herrlich! Bevor wir es uns am Strand gemütlich machten, „frühstückten“ wir noch kurz beim In-Touch Restaurant mit Meeresblick. Wobei, Frühstücken dürfte man es eigentlich gar nicht mehr nennen... bei uns fiel das irgendwie immer flach und wir begannen den Tag mit einem kräftigen Mittagessen. Meistens irgendwas mit Reis (Gemüse, Hühnchen, etc.). Tanja war etwas probierfreudiger mit ihren Bestellungen, insbesondere mit den unterschiedlichen Curryarten. Ich traute mich jedes Mal lediglich einen kleinen Löffel von ihrem Teller zu probieren, denn bis auf eine Ausnahme waren mir die Gerichte sowieso immer viel zu scharf. Und wo bleibt da der Spaß, wenn mir beim Essen die Augen tränen, die Nase läuft und der Rachen brennt?! Nene, das ist wohl nichts für mich. Den Großteil des Tages verbrachten wir am Strand. Schlafen, Lesen und Entspannen, was will man mehr. Das könnte ich gut und gern noch ein paar Tage länger aushalten. Aber hilft ja alles nichts, Chiang Mai und die Elefanten rufen! *g* Am späten Nachmittag rafften wir uns dann immerhin noch auf, die angrenzende Promenade entlangzuschlendern. War zwar etwas touristisch, aber sonst richtig süss. Dank der Off-Season sind glücklicherweise sowieso kaum Touristen hier. Eins war aber doch etwas lästig: Man muss sich ständig die Schuhe ausziehen bevor man ein Geschäft betritt. Wozu?! Als ob meine Füße in FlipFlops sauberer sind als die Schuhe selbst?! Solang man FlipFlops an hat ist es ja wenigstens kein großer Akt, aber mit Turnschuhen oder der Gleichen wärs mir wirklich zu blöd. Wundert mich ja, dass ihnen nicht ständig irgendwelche Schuhe geklaut werden, wenn sie immer vor der Tür rumstehen. Was solls, muss ja nicht alles verstehen. Für den Sonnenuntergang suchten Tanja und ich uns ein schönes Plätzchen am Strand, in gemütlichen Sitzsäcken einer Bar, bevor wir anschließend im Restaurant nebenan zu Abend aßen. Kaum zu glauben, aber so ein Tag des Nichtstuns macht erstaunlich müde. Waren bereits gegen 22:30 Uhr im Bett. Aber hey, hab ja auch Urlaub vom Abenteuer, da ist das gestattet. :) Apropos Bett: Tanja hatte bei sich ein paar Tierchen auf dem Bettlacken gefunden, so dass wir das Bett im Laufe des Abends mehrmals unter die Lupe nahmen, bevor sie es wagte, sich dort niederzulassen. Wie sich herausstellte, hatte sie die Tierchen aber wahrscheinlich mit ihrer Tasche angeschleppt, denn nachdem auch das letzte Krabbelvieh weg war, kam keins mehr nach. War aber eine richtig lustige Aktion (und zum Glück nicht mein Bett). 
Am zweiten Tag im Paradies war Blogschreiben an der Reihe. Tanja hatte sich für eine Schnorcheltour um die Insel angemeldet und da ich in letzter Zeit so oft irgendwo Schnorcheln war, klinkte ich mich für diese Aktivität lieber aus und widmete mich meinen „kleinen“ Blog-Lücken. Die Lücken USA/Kanada Westküste, Philly, Washington DC, Costa Rica und Panama werd ich aber so schnell nicht mehr füllen können. Das mach ich wenn ich wieder zu Hause bin... jedenfalls hab ich mir das fest vorgenommen. *g* Ich hatte es mir im Restaurant direkt am Strand gemütlich gemacht, genoss das Meeresrauschen und den Ausblick und tippte so vor mich hin. Die Zeit verging wie im Flug, so dass ich ganz verwundert drein schaute, als gegen halb vier Nachmittags eine freuden-strahlende Tanja vor mir stand. Man konnte ihr sofort ansehen, dass ihr ihr erster Schnorchelgang inklusive Hai-Sichtung sichtlich Spaß gemacht hat. Schön! :) Nach ihrem ereignisreichen und meinem faulen, aber produktiven Tag wollten wir uns eine schöne Massage gönnen. Massagen sind hier in Thailand wahnsinnig billig, man zahlt gerade mal 4-6 Euro für eine Stunde (je nach Massage und Ort)... davon können wir in Deutschland nur träumen. Während sich Tanja eine Ölmassage genehmigte, hatte ich mich dummerweise für eine traditionelle Thai-Massage entschieden... ohne wirklich zu wissen was mich da erwartet. Die Massage war alles andere als entspannend! Ich wurde verbogen, geknetet und verrenkt bis zum Geht-nicht-mehr. Nicht das es richtig weh getan hätte, aber es war stets ziemlich unangenehm und durch die ständige „Angst“ was als Nächstes kommt war man durchweg angespannt. Das kann doch nicht gesund sein? Und sowas machen Leute freiwillig? Erstaunlicherweise ging es mir danach aber wirklich gut, mir hat nichts weh getan und ich fühlte mich tatsächlich etwas „lockerer“. Nichtsdestotrotz bin ich mir sicher, dass meine Thai-Massage ein einmaliges Erlebnis bleiben wird. Falls ich mich nochmal massieren lassen sollte, kommt nur noch die Öl-Massage in Frage. *g* Um unseren letzten Inselabend angemessen ausklingen zu lassen musste neben einem leckeren Pancake noch ein Cocktail am Strand her. Leider wurde Letzteres aber zum Reinfall des Tages. Ich hatte in meinem ganzen Leben noch nie so eine schlechte „Strawberry-Colada“ getrunken. Der Grund dafür war schnell gefunden... sie benützen hier in Thailand wohl keine Kokosnuss-Creme, so dass das Sämige völlig fehlte und man nur eine Sirup-Crushice-Pampe zu schlürfen bekam. *bäääh* Hätt ich doch nur die Karte genau gelesen... 
Bevor wir am folgenden Nachmittag nach Chumphorn aufbrachen, schlenderten wir nochmal über den feinen Sandstrand, schwammen ein paar Runden im erfrischenden Meer und aßen ein letztes Mal in unserem Strand-Lokal. Und nun liegen wir an Deck der Fähre und geniesen die letzten warmen Sonnenstrahlen... in Chiang Mai soll es angeblich um einiges kühler sein.
Halfmoonparty auf Ko Pha-Ngan
13. Oktober 2009 09:21, geschrieben von vicky2009, Kategorien [ Thailand ][ (0) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Die Fahrt nach Ko Pha-Ngan hatte sich wahnsinnig hingezogen. Ich wurde um 8:30h von einem Minibus vorm Hostel in Puket abgeholt und ziemlich zügig nach Surat Thani gebracht. Dort hieß es aber erstmal eine Stunde warten, bis uns ein Songthaew (Kleinlaster mit zwei gegenüberliegenden Sitzbänken und Halbdach) paar Kilometer weiter brachte, wo wir aussteigen und auf einen anderen, großen Bus warten mussten. Der kam vielleicht nach 20 Minuten und fuhr uns innerhalb zwei Stunden zum Hafen. An der Anlegestelle war – mal wieder – Warten angesagt, bis unsere Fähre abfuhr. Nach drei bis vier Stunden auf der Fähre und einem schönen Sonnenuntergang kam ich dann endlich auf der Insel an und bin per Songthaew zu unserer Unterkunft „Life Style Bungalow“ gefahren... da war es inzwischen schon ca. 19h. War also knapp 10,5 Std. unterwegs. Kaum zu glauben, dabei sieht es auf der Karte gar nicht so weit aus. Hab schnell eingecheckt und mir danach was zu Essen geschnappt... hatte ja solchen Hunger. Unser Resort war sprichwörtlich ausgestorben, noch nicht mal das Restaurant hatte offen, aber das lag nun mal an der Off-Season. Sonst waren Bungalow, Lage, Strand und Wachhund wirklich in Ordnung. *g* Mein Reis mit Gemüse beim Restaurant um die Ecke hatte das rießige Loch in meinem Magen gefüllt, so dass ich es mir mit meinem Buch in der Hängematte gemütlich gemacht hatte und auf Tanjas Ankunft wartete. Sie trudelte gegen 21h endlich ein, juhu! War so schön nach den ganzen Reisestrapazen ein bekanntes Gesicht zu sehen. Auch sie war ausgehungert und da das Restaurant in dem ich gegessen hatte, bereits geschlossen hatte, haben wir uns auf die Suche nach einem anderen gemacht. Wurden zum Glück schnell genug fündig. :) Den Rest des Abends, viel war ja nicht mehr davon übrig, quatschten und ratschten wir um die Wette. 
Den 10.10. liesen wir erstmal ganz geruhsam angehen: ausschlafen, Mittagessen (Frühstück hatten wir übersprungen) und etwas die Anlage erkunden. Komisch war ja, dass der Kerl noch nicht mal unsere Namen oder so haben wollte, geschweige denn irgendwelche Anstalten gemacht hat uns was aus seinem Restaurant schmackhaft zu machen. Das Restaurant war oder sah wenigstens immernoch sehr zu aus. Upselling ist wohl nicht seine Stärke. Am frühen Nachmittag machten wir uns auf, Ban Tai zu erkunden. Die Ortschaft konnten wir vom Bungalow problemlos zu Fuß erreichen. Ban Tai ist zwar ein nettes Dörfchen, aber viel gab es da nicht zu sehen. Deshalb beschlossen wir, uns für die nächsten 2,5 Tage ein Mofa zu mieten. Hat letztendlich nur 250 Baht + 50 Baht Sprit gekostet, sprich 6 Euro. Das war eine wesentlich günstigere und lustigere Variante, als mit den überteuerten Taxis/Songthaews von A nach B zu kommen. Da das Wetter etwas bewölkt (aber trotzdem sehr schwülwarm) war, beschlossen wir am Nachmittag sämtliche Geschäfte in Thong Sala zu durchstöbern. Thong Sala ist der Ort, in dem die Nacht zuvor unsere Fähre anlegte und nur knapp 4 km von Ban Tai entfernt. Klamotten anprobieren war wirklich eine Qual, dank der hohen Luftfeuchtigkeit und der hohen Temperaturen klebte nämlich alles an uns. Kleidung wurde deshalb ziemlich schnell vertragt und die „Accessoires“ in Angriff genommen. Meine Handtasche und FlipFlops pfeiften aus dem letzten Loch und wurden nun endlich ersetzt. Nach einem kurzen, erholsamen Abstecher in unserem Bungalow peilten wir am Abend erneut Thong Sala an. Es ging zum Nachtmarkt, der vor Leckereien nur so strotzte. Verschiedene Fleischspieße, Reisgerichte, Früchte, Undefinierbares und jummy Pancakes/Rotees... für jeden war was dabei. Und vor allem ist es alles so super billig. Sind durch die Stände geschlendert und haben hier und da genascht, bevor wir uns mit dem Roller auf den Rückweg machten und uns auf unser ziemlich hartes Bett schmissen. Waren fix und fertig.
Am nächsten Tag schwangen wir uns auf unseren Roller um die Insel genauer zu erkunden. Unser erstes Ziel war die Bucht Ao Chalok Lam auf der anderen Seite der Insel. Auf dem Weg dorthin machten wir noch am Phaeng Wasserfall halt. Der war jedoch mehr schlecht als recht... er war ausgetrocknet. *lach* Haben dort auch ein Pärchen getroffen, die ein paar andere ebenfalls wasserlose Wasserfälle auf Ko Pha-Ngan besichtigt hatten. Grund genug um weitere Wasserfälle von unserer Tour zu streichen. *g* Pünktlich zur Ankunft in Ban Chalok Lam meldeten sich dann auch unsere knurrenden Magen... Frühstück/Mittagessen musste her. Obwohl auch in dieser Ortschaft alles ziemlich ausgestorben war, fanden wir ein kleines Lokal mit super leckerem Essen... Reis süss-sauer. *hmmm* So, wir waren voll, nun war der Roller dran. An einer sehr merkwürdigen Tankstelle wurde uns mit einer Gartenschlauch-ähnlichen Vorrichtung ein Liter rotes Gasoline in den Tank geschüttet. Der durchsichtige Gasolinebehälter hatte etwas vom Chemielabor. *g* War gleich ein paar Fotos wert. Muss sagen, unser Roller ist mir schon ans Herz gewachsen. ;) Bin ja noch nie zuvor so ein Ding gefahren, aber ist leichter als ich gedacht hab. Außerdem passen wir uns so den Einheimischen wunderbar an. Einziger Unterschied: wir fahren mit Helm und halten uns an die Verkehrsregeln. :) Von Ao Chalok Lam ging es an der Westküste entlang, vorbei an Ao Si Thanu, Ban Hin Kong und Thong Sala, bis nach Hat Rin Nok, wo die berühmte Fullmoonparty einmal monatlich stattfindet. Leider konnte der Vollmond aber nicht auf uns warten, so dass wir uns mit der Halfmoonparty einen Tag später zufrieden geben mussten. Nachdem wir uns auch hier etwas die Ortschaft angeschaut und die Läden durchstöbert hatten, war Relaxen angesagt. Haben uns die letzten Sonnenstrahlen des Tages am Strand auf den Bauch scheinen lassen. *g* Den Tag komplett machte der wunderschöne Sonnenuntergang dem wir auf unserem Rückweg entgegen fuhren. Obwohl ich auf meiner Reise inzwischen so viele brillante Sonnenuntergänge gesehen habe, fasziniert mich jeder wieder aufs Neue. Sieht einfach toll aus, wenn der Himmel rot-orange erstahlt. *g* Abends machten wir erneut einen Abstecher nach Thong Sala: Essen fassen. Aber anstatt des kleinen schnuckeligen Nachtmarkts erwartete uns ein rießiges Fest mit Geschäfts- und Essensständen, Hüpfburg, Musik und Co. Das nenn ich Timing. :) Beim Anblick der vielen unterschiedlichen Speisen leuchteten Tanjas Augen förmlich und sie bequatschte mich gleich mal zu meinem ersten und hoffentlich letzten Phat Thai. An sich wars zwar gar nicht so schlimm, aber einfach vieeel zu scharf. Mir kamen förmlich die Tränen... zu scharf ist einfach nichts für mich. Ein leckerer Pancake/Rotee mit Kokosnussraspel, Ananas und Schoko beruhigte meine in Flammen aufgegangenen Geschmacksnerven aber schnell wieder. Die Dinger sind sooo lecker, müsst ihr unbedingt mal probieren. Mit dieser leckeren Mahlzeit – bzw. für Tanja warens noch einige mehr (sie kann essen wie ein Scheunendrescher) – ging unser zweiter Tag in Ko Pha-Ngan zu Ende.
Nach einem herrlich entspannten Vormittag am Strand und einem letzten leckeren Essen in unserem „Stammlokal“, mussten wir unsere Weiterreise in Angriff nehmen. Wir wussten zwar das Wann und Wohin, aber uns fehlten noch die dazugehörigen Tickets und die Reiseroute. Von Ko Tao nach Surat Thani, dann per Nachtzug nach Bangkok und von dort weiter nach Chiang Mai fliegen? Oder doch lieber von Ko Tao nach Ko Samui, dann mit dem Flieger nach Bangkok und per Nachtzug weiter nach Chiang Mai? Oder ist es doch einfacher von Surat Thani aus zu fliegen und dann den Nachtzug nach Chiang Mai zu nehmen? Fragen über Fragen. Glücklicherweise waren wir uns beide einig, dass wir nicht nochmal die unzähligen Stunden nach Surat Thani fahren wollten; vor allem weil wir doch nach Chiang Mai, sprich in den Norden mussten. Eins, zwei Stunden und diverse Preis-Zeitplan-Vergleiche später buchten wir folgende Lösung: Von Ko Tao geht’s per Fähre nach Chumphon, dann per Nachtbus weiter nach Bangkok und in der Früh per Flieger direkt nach Chiang Mai. Als das endlich alles unter Dach und Fach war, war es leider auch an der Zeit unseren Roller wieder abzugeben. Sehr schade! Man gewöhnt sich immer so schnell daran, flexibel und unabhängig von A nach B zu kommen... nun haben uns die öffentlichen Verkehrsmittel und Taxis wieder. Abends gings dann endlich auf die berühmte Halfmoonparty, die anders als die Fullmoonparty im Inland der Insel und nicht am Strand stattfand. Jeder war mit fluoreszierender Farbe bepinselt und alles war mit Schwarzlicht ausgeleuchtet. Sah wirklich toll aus!!! Tanja und ich hatten uns je einen kleinen Gecko auf den Arm malen lassen, nachdem die unsere ständigen Begleiter im Bungalow waren. Sind ja doch ganz süße Tierchen. *g* Neben der genialen Location waren die Feuerjongleure eines der Highlights des Abends. Die haben über 4 Std. non-stop Aktion auf die Bühne gebracht. Von so einer Kondition (und so einem Körperbau, g) kann ich nur träumen. Es gab nur einen einzigen kleinen Hacken an der Party: die Musik. Bin ja an sich kein großer Techno-Fan, aber über 4 Std. am Stück war definitiv zu viel. Tanzen war deshalb weniger drin. Nichtsdestotrotz hatten Tanja und ich einen wirklich lustigen und schönen Abend! Zwei Mofa-Taxis (ja, sowas gibt es), brachten uns anschließend zurück zu unserem Bungalow... hatten nur noch 3-4 Std. Schlaf, bevor wir uns auf zur Fähre nach Ko Tao machen mussten. Aber egal, so eine Moonparty muss man einmal im Leben mitgemacht haben. 
Das Aufstehen heute morgen war eine ziemliche Qual, aber half ja alles nichts. Wir mussten die Fähre um 8:30 Uhr nach Ko Tao erwischen. Da unser Bungalow-Betreiber mal wieder nicht auffindbar war, liesen wir den Schlüssel beim „Checkout“ einfach im Schloss stecken und machten uns auf zur Hauptstraße. Mussten dort ein Taxi finden, welches uns zur Anlegestelle brachte. An der Straße begegneten wir einem sehr komischen, verwirrten Kauz. Er war wohl auch auf der Halfmoonparty, hatte nur noch seine Hose an (keine Schuhe!) und kann sich an kaum was erinnern. Weder wo seine Sachen sind, noch in welchem Hotel er untergekommen ist, geschweige denn ob er überhaupt auf der Insel oder auf Ko Samui wohnt. Er wusste nur, dass er seinen Chef in Malaysia innerhalb der nächsten 2 Std. anrufen musste um ihm zu sagen, dass er heute nicht zur Arbeit erscheinen wird. Sehr lustig. *g* Als wir ihm sagten, dass wir die Anlegestelle in Thong Sala anpeilten, fragte er ob er mitfahren könne... hörte sich für ihn irgendwie vertraut an. Uns sollte es recht sein. Hatten also ein Taxi angehalten. Das verlangte allerdings einen unverschämten Preis, weshalb wir ein anderes nehmen wollten (hatten genug Zeit eingeplant). Da meinte der gute Kerl, er hat genug Geld für uns drei und wir sollen einsteigen. So kamen wir also ganz um sonst zum Fährenanlegeplatz. Dumm nur, dass der arme Kerl sich auch dort an nichts erinnern konnte und ziemlich hilflos umher gelaufen ist. Frag mich, ob er je wieder seine ganzen Sachen gefunden hat?! Werde ich wohl nie erfahren...
Jetzt sind wir auf der Fähre nach Ko Tao und fahren der Sonne entgegen. Es scheint ein absolut herrlicher Tag zu werden! Hoffentlich finden wir schnell ein günstige Unterkunft und dann nichts wie ab ins türkis-blaue Meer... na neidisch?
THE Beach
08. Oktober 2009 23:54, geschrieben von vicky2009, Kategorien [ Thailand ][ (2) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Pünktlich um 5:00h stand der Minibus vor der Tür um mich und noch einen Italiener abzuholen. Für malaysische Verhältnisse war er wirklich ein guter Fahrer und brachte uns heil über die Grenze nach Hat Yai. Am Busbahnhof erkundigte ich mich sofort über die Abfahrtzeiten nach Puket um nicht unnötige Zeit zu verschwenden. Die Dame am Schalter sagte mir, dass der nächste Bus um 8:00h abfährt... komisch, dabei war es doch bereits 8:45h. Hatte sie mich falsch verstanden?! Nope, diesmal lag das Problem bei mir. *g* Es dauerte zwar eine Zeit, aber knapp 10 Minuten später bemerkte auch ich, dass Malaysia eine Stunde vor Thailand ist, sprich es war erst 7:55h. *lach* Hab also noch schnell ein Ticket für den Bus um 8:00h gekauft und mich auf die lange, lange Fahrt nach Puket begeben. Bin ja so froh, dass ich es meistens schaffe, in den Bussen zu schlafen oder wenigstens vor mich hin zu dösen.
Kurz nach 15h kam ich in Puket an und lief die kurze Strecke zu meinem Hostel. Das hatte mich dann doch positiv überrascht: Es war sooo sauber und gemütlich, hatte normale Toiletten (kein Loch im Boden) und sogar Klopapier (normalerweise muss man überall sein eigenes dabei haben). Nach dem Hostel in Georgetown also richtiger Luxus! Bin nach dem Einchecken schnell losgezogen, um etwas Essbares zu finden. Ich hatte ja solchen Hunger! Glücklicherweise muss man hier nie lange nach Essen suchen. Bin bei einem Thai-Restaurant gelandet und hab Fried Noodles mit Bambussprossen gegessen. Leider waren die Fried Noodles aber eher wie ein knuspriges Vogelnest, konnte sie gar nicht auf meine Gabel wickeln. Die Nudeln waren glaube ich frittiert, jedenfalls waren sie ziemlich hart. Hat nicht schlecht geschmeckt, aber werde es mir wohl nicht wieder bestellen. *g* Gesättigt machte ich mich auf die Suche nach einer Tagestour zu den Ko Phi Phi Inseln für den kommenden Tag, auch wenn das Wetter vielleicht nicht optimal sein würde. Hab die Angebote verglichen und mich letztendlich für ein Speedboot entschieden, da die großen Boote nur an der Maya Bucht vorbei fahren und nicht am Strand dort anlegen. Nachdem auch das geregelt war, war ich wirklich dankbar mir mit all den anderen Backpackern ein paar der knapp 2000 DVDs des Hostels anzuschauen. War ein richtig schöner Abend.
Heute war meine Ko Phi Phi Tour. Das Wetter war wie zu erwarten ziemlich bewölkt, aber immerhin hat es nicht geregnet und ich wollte ja unbedingt die Insel noch sehen, bevor ich zur Ostküste aufbreche. Auf der holprigen Überfahrt mit dem Speedboot passierte dann leider ein kleines Unglück: Einem kleinen Jungen wurde schlecht, er musste sich übergeben und dank der Windrichtung bekam ich auch gleich was davon ab. Sehr lecker. Hat mich zwar nicht volle Breitseite erwischt, aber es hat gereicht. Hab die restliche Fahrt über genügend Sicherheitsabstand zu ihm gehalten. Unser erster Stop war die berühmte Bucht Maya Bay, die den meisten Leuten eher als der Strand aus dem Film „The Beach“ bekannt ist. Muss sagen, die Bucht ist wirklich super beeindruckend, aber leider war es viel zu touristisch. Hab noch nie so viele Touristen auf so einem kleinen Stück Strand gesehen. Sehr schade, denn es ist echt eine fantastische Kulisse. Nach einer knappen halben Stunde ging es auch schon weiter, vorbei an der schönen Loh Samah Bay, dem Pileh Cove und dem Viking Cave bis zum Schnorchelspot beim Monkey Beach. Hab ganz viele bunte Fische gesehen, wobei es nicht halb so toll war, wie das Schnorcheln bei den Perhentian Inseln in Malaysia. Mit dem Füttern der kleinen Äffchen an dem nahe gelegenen Strand war unser Besuch auf der kleineren Insel (Phi Phi Ley) der Inselgruppe abgeschlossen und wir peilten das Dörfchen auf Phi Phi Don an; Mittagessen war angesagt. Es gab ein schönes Buffet mit einer kleinen Auswahl an Thai-Essen... hmmm. Hab mir den Bauch ordentlich voll geschlagen. :) Abschließend fuhren wir noch die Insel Koh Khai Nai an, eine winzig kleine Sanderhebung im Meer. Leider hatte das Wetter bereits bei der Fahrt nachgelassen und wir wurden vom Regen erwischt. Alle die – wie ich – an der Spitze des Bootes saßen, wo es nicht überdacht war, waren pitschnass. Nicht dass es einen großen Unterschied gemacht hätte, denn nach 10 Min. auf der wirklich traumhaften Insel hat es auch dort zu regnen angefangen. Sehr schade, aber wir nahmen es mit Humor. Immerhin wars im Wasser schön warm. Gegen 16h fuhren wir wieder zurück zum Festland und wurden mit dem Shuttleservice zurück in unsere Unterkünfte gebracht. Finde die Tour hat sich wirklich gelohnt, auch wenn das Wetter nicht 100%ig mitgespielt hat. So konnte ich mir wenigstens ein Bild dieser schönen Inseln machen. Frisch geduscht kam ich auf die Idee, zum Friseur zu gehen. War schon so lange her und wirklich dringend mal wieder nötig. Es hat für Waschen und Schneiden nur 280 Baht gekostet und die Frau sah relativ vertrauenswürdig aus. Allerdings war schon das Waschen anders als gewöhnt. Es war mehr ein Kopfkratzen als ein angenehmes Massieren und sie hat mir doch tatsächlich die Ohren gewaschen!!! Das war mir doch etwas unangenehm, so dass ich froh war, als wir zum Schneiden übergingen. Schnipp, schnapp, da waren aber doch ein bisschen viel Haare ab. *grummel* Naja, zum Glück wächst es wieder nach und bis dahin bin ich wohl ein Lockenkopf. Nun chill ich zusammen mit paar Mädls in der Lounge-Area des Hostels und ignorier den sturz betrunkenen Kerl neben mir so gut wie möglich. *g* Wenn da der Geruch nicht wäre...
Morgen um 8:30h holt mich mein Minibus nach Ko Pha-Ngan ab. Dort treff ich mich dann mit Tanja und wir reisen die kommenden zwei Wochen gemeinsam durch Thailand. Wird sicher lustig. Freu mich schon!
Organisatorischer Zwischenstop
07. Oktober 2009 00:01, geschrieben von vicky2009, Kategorien [ Malaysia ][ (0) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Was eine Nacht. Die Fahrt von Jerteh nach Butterworth war alles andere als gemütlich. Leider war meine Sitzlehne kaputt, so dass ich mich kaum in die Horizontale legen konnte. Außerdem saß ich in der aller letzten Reihe, so dass ich jeder Bodenwelle und die kurvige Strecke besonders zu spüren bekam. Sowas nennt sich wohl Pech. Naja, hab mir die Zeit mit einem Filmchen am Laptop vertrieben und anschließend vor mich hingedöst. Glücklicherweise ging die Zeit ziemlich schnell vorbei. Gegen halb fünf morgens wurde ich bereits am Butterworth Bus-Bahn-Fähren-Bahnhof rausgeworfen und machte mich per Fähre auf nach Georgetown. Ich hab mir sagen lassen, dass es wesentlich einfacher ist so nach Georgetown zu kommen, als mit dem Bus direkt nach Penang zu fahren, da der Busbahnhof außerhalb der Stadt liegt. Müde und geschafft peilte ich in Georgetown das erstbeste Hostel aus dem LonelyPlanet an, was – wie ich kurze Zeit später feststellen durfte – inzwischen nicht mehr existiert, so dass ich noch ein bisschen länger nach einer Bleibe suchen durfte. Kurz vor sechs landete ich dann im Blue Diamond Hostel und fiel hundemüde ins Bett. Viel Schlaf war zwar nicht drin, da ich gegen 10 Uhr bei der thailändischen Botschaft antanzen musste, aber immerhin zwei Stündchen.
Knappe drei Stunden später saß ich frisch geduscht und etwas ausgeruhter im Stadtbus zur thailändischen Botschaft. Leider wars von der Bushaltestelle aus noch ein ganz schönes Stück zu laufen, aber hatte zum Glück genug Zeit – dachte ich. Als ich dort ankam wurde mir freundlich mitgeteilt, dass ich zwei Passfotos und eine Kopie meines Ausweises benötige, sonst geht gar nichts. Ganz toll. Ich also wieder den ganzen Weg zurück gelaufen, weil dort die einzigen Geschäfte in der Umgebung waren. Da die Antragsstelle aber pünktlich um 12:00 Uhr schloss, wars jetzt ein kleiner Wettlauf mit der Zeit. Hatte aber Glück im Unglück. Beim Fotografen traf ich auf einen Spanier, der das gleiche Spielchen manchen musste, sich dafür aber ein Taxi genommen hatte (wartet vor der Tür). Ich durfte netterweise mit zur Botschaft zurückfahren. :) Als der Antrag endlich durch war, hieß es warten. Bis halb vier nachmittags, dann durfte ich wieder antanzen um den Pass abzuholen. War erstaunt, dass ich ihn am gleichen Tag zurück bekomm. Da es sich für die Zeit aber kaum lohnte, zurück in die Stadt zu fahren, verbrachte ich den Nachmittag in der näheren Umgebung, gönnte mir eine Dominos Pizza (war aber bei Weitem nicht so toll wie in OZ) und stöberte in ein paar Geschäften. Nicht sehr aufregen, aber was solls. War sowieso etwas müde/träge und es regnete fast den ganzen Tag. Mit meinem Pass und Thailandvisum in der Tasche fuhr ich später wieder zurück zum Hostel. Am Abend sorgte eine richtig gute Liveband in der Hostelbar für super Unterhaltung, aber ich war so müde, dass ich mich gegen Mitternacht trotzdem in mein Bettchen verkrochen hatte. Die Musik war zwar relativ laut, aber mich hätte an dem Abend wirklich nichts vom Schlafen abhalten können.
Nachdem ich x-mal den Snooze-Knopf gedrückt hatte, war auch ich gegen Mittag endlich ausgeschlafen und nahm meinen Japan Railwaypass in Angriff. Dieser Pass ist speziell für Touristen angelegt, deckt das ganze japanische Zugnetz ab und ist angesichts der regulären Zugpreise in Japan relativ günstig. Der Hacken? Man braucht ein Touristenstempel in seinem Reisepass, kann den Pass frühestens 3 Monate vor Benützung erwerben und nur in auserwählten Agenturen außerhalb Japans. Hört sich zwar kompliziert an, ging aber erstaunlich einfach. Nun hab ich meinen Voucher und muss ihn nur noch unter Vorlage meines Passes vor Ort gegen mein 21-Tage-Ticket eintauschen. Bin froh, dass das endlich abgehakt ist. Den Rest des Tages – so viel war nicht mehr übrig – bin ich etwas durch die Stadt geschlendert und hab mir die ein oder andere Sehenswürdigkeit angeschaut (falls sie auf meinem Weg lag). Mein Shotglas hab ich leider nicht gefunden. *grummel* Wie ihr seht, meine zwei Tage hier in Georgetown waren nicht wirklich aufregend, sondern eher ein organisatorischer Zwischenstop. Muss auch mal sein. Außerdem hat es hier überwiegend geregnet, so hab ich wenigstens nicht sehr viel verpasst.
Morgen Früh um 5:00 Uhr werde ich von einem Minivan abgeholt und nach Hat Yai in Thailand gebracht. Von dort geht’s direkt weiter nach Puket. Hatte eigentlich überlegt, zur Insel Ko Phi Phi zu fahren, aber ich glaube das mach ich vom Wetter abhängig. Sonst bleib ich einfach 2 Nächte in Puket, bevor es nach Ko PhaNgan weitergeht um Tanja zu treffen. Freu mich schon. Jetzt versuch ich noch ein paar Stunden Schlaf zu kriegen. Hoff mal das klappt, denn die Band spielt leider wieder ziemlich laut. Wusste nicht, dass die hier wohl jeden Abend mit den gleichen Liedern auftritt. Kein Wunder, dass das Publikum aus 1-2 Personen besteht – den Hostelbesitzern nämlich. 
So, nun ists zwar schon etwas später, aber mir ist grad was Glorreiches passiert, was ich hier noch ergänzen wollte. War grad dabei mich bettfertig zu machen als mir auffiel, dass ich den Schlüssel für mein Schloss ausversehen im Schließfach mit eingeschlossen hatte. Ganz toll! Es war 1:00h nachts und ich wurde um 5:00h abgeholt, so dass es nicht bis zum nächsten Morgen warten konnte. Hab also den netten Kerl vom Hostel um Hilfe gebeten und er kam mit Hammer und Co zum Dorm. Zum Glück waren die zwei Burschen aus meinem Dorm wach, denn er hat ganz schön Krach gemacht. Hat wahrscheinlich das halbe Hostel aufgeweckt, nachdem die hohen Decken für eine so schöne Akustik sorgten. Nach erfolglosen 15 Minuten schlug ich vor, das Schloss zu knacken oder kaputt zu machen, anstatt – was er versuchte – die ganze Verankerung rauszuklopfen. Und siehe da, nach erstaunlich wenigen Schlägen aufs Schloss, ist es aufgesprungen (und es funktionierte danach sogar noch). Da sieht man mal wie sicher die Dinger wirklich sind. Aber immerhin machen sie den Pickpockets mehr Arbeit.*g*
Reif für die Insel!
04. Oktober 2009 20:17, geschrieben von vicky2009, Kategorien [ Malaysia ][ (0) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Das war vielleicht eine abenteuerliche Minibusfahrt nach Kuala Besut und die Fährenüberfahrt auf die Perhentian Insel Kecil war kein Bisschen besser. Aber der Reihe nach. Zusammen mit Lesley (ein Mädl aus England) und einigen anderen Backpackern gings per Minibus von den Cameron Highlands direkt nach Kuala Besut; Abfahrt 10:30 Uhr. Man möchte vielleicht meinen, ein Minibus ist bequemer als ein großer Bus, aber das ist weit gefehlt. Die erste Strecke verlief noch relativ relaxt und wir kamen nach knappen 2,5 Stunden bei unserem Mittagsstop an. Nach einem kleinen Snack und anschließendem Bus- und Fahrerwechsel ging es aber nicht mehr so angenehm weiter. Nicht nur waren wir 11 Passengiere in einem kleinen Van mit kaum funktionierender Klimaanlage, sondern auch mit einem ziemlich chaotischen Fahrer, der mehr mit seinem Handy als mit Fahren beschäftigt war. In Malaysia ist Autofahren zwar sowieso eine Sache für sich und aus einer zweispurigen Straße kann locker mal eine dreispurige werden, aber der Fahrer sorgte schon für den ein oder anderen Schrecken, so dass wir heil froh waren, in Kuala Besut endlich aussteigen zu können. Leider hat es aber in der Zwischenzeit auch noch angefangen zu regen/winden, so dass die Fährenüberfahrt zur reinsten Dusche wurde. Uns wurden Mülltüten für unsere Rucksäcke gegeben und wir haben uns in unseren Regenjacken geworfen. Hat aber alles nichts gebracht. Der Wellengang war recht krass und in kürzester Zeit waren wir pitsch nass. Glücklicherweise wurde wenigstens keiner Seekrank, das hätte uns gerade noch gefehlt. Lesley, Nicole und ein französisches Pärchen peilten wie ich Coral Bay an, die kleinere von den zwei Hauptstränden auf der Insel Kecil. Leider konnten wir aber dank des Wellengangs noch nicht mal dort abgesetzt werden, sondern nur am anderen Strand (Long Beach). D. h. uns stand auch noch ein 10-15 Min. Walk durch den Busch an die andere Seite der Insel bevor. Super! Durch den vielen Regen und den Sturm eine Nacht zuvor bestand der Weg überwiegend aus Matsch und ein paar umgeflogenen Bäumen/Ästen... sah danach aus als ob ich mich im Dreck gewälst hätte. Aber was solls, wir waren endlich am Coral Bay angekommen und konnten nach kurzen Diskussionen ins Maya Resort einchecken. Nicole (aus Kanada) konnte sich einfach nicht entscheiden, ob sie dort bleiben oder lieber ins billigere Hostel im Busch ziehen soll. Lesley und mir, sowie dem Pärchen wurds aber nach einiger Zeit im Regen zu bunt, so dass wir uns irgendwann ohne ihre Antwort für je ein Doppelzimmer entschieden (Dreierzimmer gab es nicht). Und siehe da, Nicole hat am Schluss doch noch eine Möglichkeit gefunden Geld zu sparen... sie hat doch tatsächlich bei dem Pärchen mit im Bett geschlafen. Sehr eigenwillig, aber da sie eine ziemlich nervige und anstrengende Persönlichkeit ist, wars Lesley und mir nur recht (hatten ihr natürlich auch angeboten, bei uns unterzukommen). Nach einer kühlen, aber richtig schönen Dusche fühlten wir uns wieder wie normale Menschen und widmeten uns dem leckeren Abendessen. Den Rest des Abends unterhielten wir uns mit Matt (Schnorchelguide und zusammen mit seinem Bruder Resort-Besitzer) und Micky (angetrunkener Tauchguide), bis wir uns in unser Zimmer verabschiedeten. Typisch Mädls haben wir dort noch eins, zwei Stunden weitergequatscht, bevor wir wirklich schliefen. Man, war das ein Tag.
Unseren ersten richtigen Tag auf der Insel verbrachten Lesley und ich – wie es sich gehört – am Strand direkt „vor der Haustür“. Das Wetter meinte es gut mit uns, viel Sonne und nur ein paar klitzekleine, weiße Wolken, so dass wir den ganzen Tag am Coral Bay verbrachten. Nur zum Mittagessen und für die ein oder andere Abkühlung im Meer rafften wir uns auf. War einfach herrlich so zu relaxen! Nach einem schönen Sonnenuntergang und Lakna zum Abendessen machten wir uns auf durchs Gebüsch, zum Long Beach. Ich musste mir vom Luxusresort (Bubu) Geld von meiner Kreditkarte auszahlen lassen, da ich mich ein wenig verkalkuliert hatte und nach einer Bank oder einem ATM sucht man hier auf der Insel vergeblich. Schon mal auf der anderen Seite angekommen, durfte natürlich ein kleiner Drinkam Beach nicht fehlen. So lässt sichs aushalten.
Am Freitag wollten wir die Insel etwas genauer unter die Lupe nehmen. Laut Nicole gab es einen Walk, der einmal um die halbe Insel führen sollte. Sie war ihn bereits am Vortag zusammen mit einem anderen Mädl abgelaufen und hatte nur so davon geschwärmt. Hätten wir zu dem Zeitpunkt gewusst, was auf uns zukam, wären wir am Besten gleich am Strand liegen geblieben. Die erste Strecke vom Coral Bay zum Fischerdorf war noch relativ unkompliziert. Zwar lagen wegen dem vergangenen Sturm ein paar Äste kreuz und quer, aber nichts, wo man nicht vorbeikommen könnte. Das eigentliche Unheil lag noch vor uns. Nach einer kurzen Abkühlung an einem kleinen, einsamen Strand und einem Spatziergang durch das Fischerdörfchen gingen wir mit Mutternatur auf Tuchfühlung. Wir waren dank der nicht vorhanden Beschilderung wohl vom Hauptweg abgekommen und haben uns durchs Gebüsch am Wasserufer entlanggeschlängelt. Woher sollten wir auch wissen, dass der Weg ab dem Fischerdörfchen gerade durch den Wald verläuft und nicht mehr – wie zuvor – am Wasserufer entlang?! Außerdem kamen wir immer mal wieder an einer umgeknickten oder auf dem Boden liegenden Markierung vorbei, so dass wir die Hoffnung nicht ganz aufgegeben hatten, auf dem richtigen Weg zu sein. Den Gedanken verloren wir angesichts des Sand-Geröll-Bergs aber ziemlich schnell wieder. Wir mussten auf allen Vieren (im Bikini!) und zusammen mit einer Moskito-Wolke und unzähligen Ameisen, Spinnen und Co. dort hochkrackseln. Das war defintiv der Tiefpunkt dieses Walks! Belegen tun das auch meine nicht vorhandenen Fotos... es heißt schon was, wenn ich keine Kamera mehr zur Hand habe. *g* Ich hatte immerhin etwas Glück, die Moskitos mochten mich nicht ganz so sehr wie Lesley... sie wurde förmlich bei lebendigem Leib gegessen. Um dem Geziefer zu entkommen beschlossen wir, bei der nächsten Möglichkeit runter zum Wasser zu klettern und sämtliche Viehcher erstmal abzuwaschen. Lesley hat dort zum krönenden Abschluss auch noch eine Bauchlandung hingelegt, so dass ihr im wahrsten Sinne des Wortes kurz zum Heulen zu Mute war. Die Arme. Wir wollten nur noch raus! Unsere Rettung kam endlich, als ein vorbeifahrendes Boot kapiert hatte, dass wir ihm nicht zuwinken sondern abgeholt werden wollten. Der nette Fahrer brachte uns mit einem kleinen Lächeln aufm Gesicht zum Long Beach, wo wir uns nach all dem Stress erstmal nen leckeren Pfannkuchen gönnten. Noch der kurze Walk rüber zu Coral Bay und wir waren wieder an unserem Resort angekommen. Duschen, Essen, Sonnenuntergang und Filmchen schauen waren danach das Einzige, wozu wir uns noch aufraffen konnten. Lesley sah aus als hätte sie die Windpocken und konnte das Kratzen kaum lassen... die Moskitos hatten sie wirklich zum Fressen gern. Ich bin außer ein paar Stichen und Kratzern größtenteils verschont geblieben. Zum Glück. Mein Rat an euch alle: Falls irgendjemand von euch je auf die Perhentian Insel Kecil geht und vor hat, diesen Walk um die Insel zu machen. Folgt ab dem Fischervillage den zwei großen, schwarzen Stromkabeln, die wohl direkt über den Hauptweg verlaufen. Und wappnet euch mit Moskito-Spray. *g*
Meinen letzten Tag auf der Insel verbrachten wir größtenteils im Wasser. Nach einem leckeren Roti Canai Frühstück (wie schon die beiden Tage zuvor) ging es zusammen mit Lesley, dem Guide Matt und einigen anderen von unserem Resort auf eine richtig lange Schnorcheltour. Wir fuhren um 10:30 Uhr los und kamen erst gegen 18:00 Uhr wieder. Das nenn ich mal ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis (40 RM, sprich 8 €)! Haben richtig viele bunte Fische und Korallen gesehen, super süsse Schildkröten (waren zum anfassen nah!) und erstaunlich große, angeblich harmlose Haie. Jub, ihr habt richtig gelesen: Ich bin mit Haien geschwommen, kein Witz. Ach, und Claudi: Ich bin vom Leuchtturm gesprungen, aber auch nur von der Hälfte. *g* Das einzig Blöde an dem Trip war, dass ich mir meinen kompletten Rücken verbrannt habe, und zwar richtig dolle. Kann noch nicht mal meinen Backpack aufziehen, ohne dass ich mein Gesicht verzieh. Ganz toll, der wird sich in Kürze wohl komplett schälen! Dabei bin ich den ganzen Nachmittag mit T-Shirt geschwommen. Da wars nur leider schon zu spät. Dabei wollt ich mir doch in Thailand eine schöne Rückenmassage gönnen. *grummel* Abends war diesmal Sturm statt Sonnenuntergang angesagt. Es hat wie aus Eimern geschüttet, unglaublich laut gedonnert und so hell geblitzt, dass kein zusätzliches Licht mehr von Nöten war. Obwohl es mir so vor kam, als ob gleich die Welt untergehen würde, hieß es, dies sei nur ein kleiner harmloser Sturm. Möcht nicht wissen, was die sonst noch so gewöhnt sind.
Ich war nur froh, dass sich heute Morgen alles wieder gelegt hatte und ich nach einem letzten gemeinsamen Frühstück mit Lesley mit dem Mittagstransfer zurück zum Festland fahren konnte. Die Überfahrt war doch um einiges ruhiger und vor allem trockener als die Hinfahrt. Muss sagen, abgesehen von der Hinfahrt und dem letzten Abend hatte ich angesichts der nahenden Monsun-Zeit doch ziemliches Glück mit dem Wetter. :) Von Kuala Besut gings per Stadtbus weiter nach Jerteh und von hier nehme ich heute Abend den Nachtbus nach Penang. Bin sogar nochmal kurz Matt und seiner Frau über den Weg gelaufen. Sie ist schwanger und hatte einen Termin beim Arzt. Tja, und nun sitz ich im KFC und mach mich gleich auf den Weg zum Busterminal. Hoffentlich wird’s eine ruhige Fahrt und ich kann ein bisschen Schlafen.
Tea Time
29. September 2009 21:12, geschrieben von vicky2009, Kategorien [ Malaysia ][ (0) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Mein Bus von KL zu den Cameron Highlands ging um 8:30 Uhr vom Busbahnhof Puduraya, so dass ich mein Hostel nähe Chow Kit bereits gegen halb acht verlassen musste. War grad noch genug Zeit zu frühstücken. So verschlafen wie ich war, vielen mir im Bus gleich wieder die Augen zu und ich hab von der ersten Hälfte der Fahrt nicht wirklich viel mitbekommen. *g* Als ich auch den Rest der recht kurvenreichen Strecke heil hinter mich gebracht hatte, checkte ich am frühen Nachmittag im Fathers Guesthouse in Tanah Rata ein. Im Dorm traf ich dann auf Chirry aus Macau (glaub ich). Sie kam auch grad von KL, aber per Minibus und durfte dank dem chaotischen Fahrer und ihrem unruhigen Magen zwei außerplanmässige Stops einlegen. War ihr ganz schön unangenehm. Inzwischen schien es ihr aber besser zu gehen, so dass wir nach einem leckeren Mittagessen mit dem lokalen Bus in die nächste Ortschaft fuhren um einen Tempel und eine Erdbeerfarm zu erkunden. Der Tempel unterschied sich für mich nicht großartig von den vielen anderen, die ich inzwischen gesehen habe, außer dass er besonders viele große, vergoldete Götterstatuen hatte und die Wand mit vielen kleinen Buddha-Fliesen versehen war. Ich find es ja irgendwie faszinierend, wieviel Arbeit sie sich mit ihren Tempeln machen und wie rege die meisten doch besucht werden. Ich glaube, ich könnte mein Leben nicht so stark nach einer Religion richten. Dazu ist wohl mein Dickkopf zu ausgeprägt. :) Aber jedem das Seine. Die hydroponisch Erdbeerfarm war zwar ganz nett anzuschauen, aber mir ging es hauptsächlich ums Schmecken. Hab mir eine Schüssel frischer Erdbeeren mit Sahne und einen frischen Erdbeermilchshake gegönnt. Meine Augen waren zwar fast größer als mein Magen, aber nur fast. Lecker, sag ich euch. *g* Wegen dem unbeständigen Wetter (mit ziemlich viel Regen), traten wir danach den Rückweg an. Da der Bus aber ewig auf sich warten lies, nahm uns letztendlich ein netter Kerl mit nach Tanah Rata, wo wir den Abend gemütlich im Hostel ausklingen liesen.
Leider sah das Wetter auch am nächsten Tag mehr schlecht als recht aus. Aber unsere Tour war gebucht und ich hatte ja auch nicht ewig Zeit (die Inseln warten). *g* So gings um 10:30 Uhr mit dem Minibus zur berühmten BOH-Teeplantage. Hier in den Cameron Highlands wimmelt es nur so von verschiedenen Teeplantagen, sieht richtig toll aus! Bei der BOH-Plantage gabs eine kurze Einführung zur Teeherstellung... wär ich doch nur leidenschaftlicher Teetrinker. Vielleicht klappts ja irgendwann, aber noch liegt die Cola vorne. Hat trotzdem seeehr gut gerochen. *g* Zweiter Stop war der höchste Punkt in den Cameron Highlands. Das hätten wir uns allerdings auch sparen können, die Sicht war gleich null, nur weisse Wolken und relativ viel Regen. Es erinnerte mich irgendwie etwas an meine Aussicht vom Cristo Redentor in Rio. Hat wohl nicht sollen sein. Beim anschließenden Walk durch den Moos-Wald gab es auch nicht unbedingt so viel zu entdecken, aber unser Guide hatte wenigstens paar interessante Infos zu diversen Pflanzen auf Lager. Nach einem kleinen Verpflegungsstop (Muffins und Wasser) fuhren wir abschließend zu einem Asli Village, was sich für mich kaum von einem normalen, kleinen Dorf in Malaysia oder Südamerika unterschied. War wohl eine „modernere“ Version, aber die verschiedenen Sprachenausprägungen wurden beibehalten. Alles in allem würd ich die Tour nicht nochmal machen, aber mein größtes Anliegen waren die Teeplantagen und die waren reichlich abgedeckt. Den Rest hätte man sich – nicht zuletzt wegen dem schlechten Wetter – auch sparen können. Was solls, so teuer wars zum Glück nicht.
Den restlichen Nachmittag und Abend verbrachte ich mit meiner Routenplanung. Neben dem zusätzlichen Aufwand wegen dem Thailandvisum kam auch noch die Problematik des Grenzübergangs dazu. Meine Hostelbesitzerin machte mich darauf aufmerksam, dass ich lieber nicht bei Kota Bharu über die Grenze gehen sollte, da angebliche Unruhen auf der thailändischen Seite herrschen. Dies ist zwar nur eine von vielen Meinungen die ich gehört habe, aber hab mich letztendlich entschieden auf Nummer sicher zu gehen. Ob ich jetzt in Kota Bharu oder Penang mein Visum beantrage macht keinen Unterschied und da ich mit einem Nachtbus nach Penang fahren kann, verliere ich auch nicht wirklich „kostbare“ Reisezeit. Morgen früh geht es dann per Minibus zu den Perhentian Inseln, erstmal etwas Sonne tanken. Freu mich schon voll, hab so viel Tolles von diesen Inseln (insb. Kecil) gehört. Will mir endlich selbst ein Bild machen. 
Visum-Ärger in der Hauptstadt
27. September 2009 22:21, geschrieben von vicky2009, Kategorien [ Malaysia ][ (0) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Zwei Bus- und eine Monorailfahrt später kam ich gegen 15 Uhr endlich im Cosmopolitan Hostel bei Chow Kit an. Dort erwartete mich eine freudige Nachricht: Sie hatten ausversehen das Fan-Dorm überbucht und ich wurde in eins mit AC „upgegradet“. Sehr schön! Nachdem ich meine Sachen verstaut hatte, wollte ich nur kurz meine Mails checken, bevor ich anschließend die nähere Umgebung erkundete. Dachte ich jedenfalls. Denn bei den PCs kam ich mit einem Kerl ins Gespräch, der gerade sein Visum für Thailand abgeholt hatte. War ganz verdutzt, wieso er als Brite ein Visum braucht?! Man bekommt doch bei der Einreise automatisch ein 30-tägiges Touristenvisum?! Wie sich herausstellte, bekommt man diese 30 Tage aber nur bei Einreise per Luftweg. Wenn man per Landweg einreist – wie ich – bekommt man nur ein 15-tägiges Visum. So ne Scheiße! Ich brauch nämlich ca. 17 Tage und muss dafür jetzt extra zur thailändischen Botschaft dackeln. *grummel* Da es Wochenende war konnte ich das aber nicht gleich in KL in Angriff nehmen, so dass ich den Rest des Nachmittags damit verbrachte, meine Alternativen online zu recherchierte. Wo sind die anderen thailändischen Konsulate in Malaysia? Wie sind deren Öffnungszeiten? Wie lang benötigt ein Antrag? War jedenfalls definitiv nicht der Start, den ich mir für meinen Aufenthalt in Kuala Lumpur vorgestellt hatte. So wie es aussieht, werde ich mein Visum in Penang oder Kota Bharu beantragen müssen. Alles nur wegen zwei lächerlichen Tagen.
Samstags durfte ich gegen 7 Uhr aufstehen. Wozu? Um zu den berühmten Petronas Twin Towers zu gehen und ein Ticket für die Skybridge zu ergattern. Ähnlich wie in Washington DC ist die Attraktion an sich zwar kostenlos, aber man muss sich in der Früh anstellen um ein Ticket für eine bestimmte Uhrzeit zu bekommen. Nicht so praktisch, aber immerhin verlangen sie keinen Eintritt. Mein Ticket war für 14 Uhr ausgeschrieben, sprich ich hatte noch knappe vier Stunden zu füllen. Nach einem Abstecher zum Informationscenter und ins Internet hab ich mir im Kuala Lumpur City Center (KLCC) eine Lasagne gegönnt. Tja, und dann ging es schon 170 Meter in die Höhe, auf die Skybridge zwischen den zwei 88-stöckigen Twin-Türmen (451,9 m). Der kurze Einführungsfilm war zwar eher eine Petronas-Werbung (Öl und Gas) und informierte weniger über die Türme als über die Firma die dahinter steht, aber die Aussicht konnte sich dann doch sehen lassen. Dank dieser Zeittickets war es auch nicht überfüllt, so dass man sich während seiner 10 Minuten Aufenthalt dort oben ohne Gequetsche umsehen konnte (max. 12 Pax. Pro Gruppe). Viel faszinierender als die Aussicht finde ich aber die Türme selbst. Mit ihrer strahlenden Stahl-Glas-Struktur sind sie definitiv das Highlight der KL-Skyline! Den Nachmittag verbrachte ich im sogenannten Golden Triangle: Hab einen wie sich herausstellte absolut überflüssigen Abstecher zum langweiligen KL Craft Complex gemacht und bin am trubelreichen Bintang Walk entlang geschlendert. Ähnlich wie in Singapur gibt es dort unzählige, rießige Shoppingcenter und Märkte mit echter und schlecht gefälschter Markenware. Wollte ja einen neuen Geldbeutel von „Levis“ kaufen, aber der deutsche Perso ist einfach zu groß und passt in keines der dafür vorgesehenen Sichtfächer. Schön blöd. Naja, vielleicht werd ich woanders fündig. Sonst waren die Shoppingcenter eher ein Stop zum abkühlen, ist viel zu schwülwarm in den großen Städten... mir fehlt da einfach die frische Brise. Abends hab ich einen erneuten Abstecher zu den Twin Towern gemacht, für Nachtfotos. Silke hat mich mit ihrer Vorliebe für Nachtfotos in Australien angesteckt. *g* Sah wirklich toll aus – meiner Meinung nach sogar besser als bei Tag.
Der darauffolgende, für mich letzte Tag in der malaysischen Hauptstadt führte mich zunächst zu den Batu Caves, knapp 13km nördlich von KL. In einer beeindruckenden Limestone Höhle, die man nach 272 Stufen erreichte, waren nicht nur diverse Altäre zu finden, sondern auch viele kleine, freche Affen. Ich musste meine Wasserflasche vor den Affen regelrecht verteidigen. Zum Glück hatte ich nichts Essbares dabei, das wäre sicher gleich weg gewesen. ;) Vorm Eingang des Tempels ragte noch eine überdimensionale goldene Statue (Lord Subramaniam), dem diese Caves wohl gewidmet sind. Neben dem Ding ist man regelrecht eine Ameise. *g* Zurück in KL kaufte ich kurz mein Busticket für den kommenden Tag, bevor ich eine Rundtour durch Chinatown und den Colonial District startete. Vorbei am Dataran Merdeka (Independence Square), wo sich am 31. August 1957 der Union Jack senkte und das Ende der britischen Ära verkündete, durch den Central Market mit all seinen handwerklichen und künstlerischen Ständen und entlang der pulsierenden Petaling Street. Letzterer stattete ich nach Anbruch der Dunkelheit nochmal einen Besuch ab und war von dem Flair wirklich begeistert. Nur finde ich es schade, dass man sich einen Stand nie nur anschauen kann, man wird immer gleich von allen Seiten bequatscht und bedrängt. Das kann auf die Dauer sehr, sehr nervig sein! Meine Errungenschaften begrenzten sich deshalb auf ein kleines Ministativ für meine Digicam (für bessere Nachtfotos) und ein paar Tüten Melone und Mango. An jeder Ecke in Chinatown werden frische Früchte in mundgerechte Stücke geschnitten und verkauft werden. Und das für gerade mal 20 Cent... lecker sag ich euch. Überhaupt ist das Essen hier wirklich schmackhaft und billig... dumm nur, dass man so nie mit dem Naschen aufhört. 
Morgen Früh fahr ich zu den kühleren Cameron Highlands, wo die Temperatur angeblich nie unter 10 Grad sinkt und nie 21 Grad übersteigt. Freu mich schon richtig auf die Abkühlung!




